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Emissionen

Unser Ziel für eine 20-prozentige Reduktion unserer Treibhausgasemissionen bis 2020 umfasst eine Kombination aus Scope-I- und Scope-II-Emissionen.

Die Fertigungsprozesse von International Paper erzeugen und verbrauchen riesige Mengen an Energie, wodurch wiederum Emissionen und u. a. auch Treibhausgase entstehen. Durch eine effizientere Energienutzung benötigen wir weniger Energie zur Herstellung unserer Produkte, verbrauchen somit weniger Rohstoffe und erzeugen weniger Emissionen. Folglich ist unsere Strategie zur Reduzierung unserer Emissionen eng mit unserer Energiewirtschaft verknüpft.

Aus der Fertigung

Unsere Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen beginnen im Wald, bereits weit vor unserem Fertigungsprozess. Wenn Bäume und Wälder wachsen, entziehen sie der Luft CO2 und verwandeln es in organischen Kohlenstoff, den sie in ihrer Biomasse speichern. Diesen Kohlenstoff geben die Bäume frei, wenn sie absterben oder zur Energiegewinnung verbrannt werden. Da die Biomasse den Kohlenstoff in Form von CO2 abgibt, wird damit der Kohlenstoffkreislauf geschlossen. Wenn aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewonnene Holzbiomasse zur Energiegewinnung genutzt wird, haben die Emissionen unter dem Strich keine Auswirkungen auf die Atmosphäre und werden daher als kohlenstoffneutral bezeichnet. 2014 hatte International Paper einen Biomasse-CO2-Ausstoß von ungefähr 32 Tonnen. Dank unserer Verwendung von Biomassebrennstoffen können wir Emissionen aus kohlenstoffintensiveren Quellen wie fossilen Brennstoffen vermeiden.

Neben der Verwendung von Biomasse sind wir außerdem in der Lage, durch die Erzeugung von Strom und Dampf in unseren Werken einen beträchtlichen Anteil unseres Strombedarfs selbst zu decken. Unser zusätzlicher Energiebedarf wird durch zugekaufte Energie gedeckt. Unsere 41 Werke verbrauchen mehr als 95 Prozent der gesamten Energie von International Paper und erzeugen 90 Prozent unserer aus fossilen Brennstoffen stammenden Treibhausgase.

Unsere Treibhausgasemissionen fallen in die beiden Kategorien Scope I und Scope II. Aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehende Emissionen gelten als Scope I, während aus zugekauftem Strom entstehende Emissionen unter Scope II fallen. Unsere Scope-I-Emissionen beinhalten darüber hinaus auch die relativ geringen und stabilen Emissionen der von International Paper betriebenen Müllhalden unserer Papierwerke.


Unser Ziel einer 20-prozentigen Reduktion unserer Treibhausgasemissionen bis 2020 umfasst eine Kombination von Scope-I- und Scope-II-Emissionen. Die an unseren Standorten erzeugten Treibhausgase sind gesamthaft weiterhin rückläufig, obgleich sie 2015 um 1,5 Prozent leicht anstiegen. Scope-II-Emissionen hingegen sanken um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und seit 2010 um fast 15 Prozent. Die gesamte Reduktion von Scope I und II seit 2010 betrug 2014 insgesamt 16 Prozent.


Aus der Verarbeitung

Nach der Herstellung wird unser Zellstoff und Papier an unsere Kunden verkauft oder von International Paper zu einer Vielzahl von Produkten verarbeitet. So werden unsere riesigen Papierrollen beispielsweise entweder an Druckereien verkauft oder in unseren oder den Verarbeitungsbetrieben unserer Kunden zugeschnitten. Unser Linerboard wird entweder von International Paper selbst zu Versandkartons verarbeitet oder an andere Kartonhersteller verkauft. International Paper betreibt insgesamt mehr als 200 Verarbeitungsstandorte.

Andere Schadstoffemissionen

Der Umstieg von Brennstoffen, insbesondere von Kohle und Öl, zu Biomasse resultierte in signifikanten Reduktionen unserer anderen Schadstoffemissionen, u. a. einer 31-prozentigen Verringerung an Schwefeldioxid, einer Reduktion der Feinstaubemissionen von 14 Prozent sowie einer 15-prozentigen Reduzierung an Stickoxiden und somit einer Gesamtreduktion von 18 Prozent für die in unseren Emissionszielen ausgewiesenen Schadstoffe.
 

Wir konnten den Energieverbrauch, unsere Treibhausgasemissionen sowie den Ausstoß an anderen Schadstoffen im letzten Jahrzehnt in unserem gesamten Unternehmen beträchtlich verringern und prüfen weiterhin erfolgsträchtige Projekte und Verbesserungsvorschläge all unserer Standorte.