Die Welt sieht grün - die Renaissance der Wälder

Nicht nur in Europa: Es wird grüner. Satellitenbilder von der NASA zeigen wieder wachsende Waldflächen. Das gilt für Europa im Besonderen, aber vor allem für die Bevölkerungsgiganten China und Indien. Ein Forscherteam der Boston University stellt bereits seit der Jahrtausendwende einen grünen Wachstumstrend fest: Seit 2000 ist die Bewaldung um satte fünf Prozent größer geworden – in etwa die Fläche des Amazonas-Regenwaldes.

Dahinter steckt zu nicht unerheblichen Teilen tatsächlich der Mensch, der in diesem Fall segensreich in das Geschehen eingreift. Vor allem die Bevölkerungs-Supermächte China und Indien gehören zu den maßgeblichen Treibern der Entwicklung. So baut das Reich der Mitte seit einiger Zeit an der sogenannten Grünen Mauer: ein beispielloses Aufforstungsprogramm, das vor allem den Norden des Landes vor der drohenden Desertifikation schützt, durch die China jährlich etwa 2.500 Quadratkilometer Fläche verliert (so viel wie das Saarland). Mit der vermehrten Pflanzung von Bäumen soll dieser Trend nachhaltig gestoppt werden.

Ähnlich die Lage in Afrika: Hier wird eine Mauer nach chinesischem Muster im Sahel errichtet. Das Projekt, das 2005 beschlossen wurde, sieht vor, einen 15 Kilometer breiten und 7.700 Kilometer langen Baumgürtel von Dakar bis Dschibuti zu ziehen, der die Bedingungen für Mensch und Natur signifikant verbessern soll.

Doch auch in Europa ist der Trend durchaus bemerkenswert: Zwischen 2005 und 2015 wuchs die europäische Waldfläche etwa um die Größe der Schweiz, täglich kommen neue Flächen in der Größenordnung von 1.500 Fußballfeldern hinzu.

Grüne Mauern und wachsende Wälder sind ein wichtiger Faktor für das Weltklima. Doch genügt das nicht – auch der Umgang mit den Ressourcen im Hinblick auf Produkte und Konsum braucht eine entsprechende Ausrichtung. Den einen oder anderen mag es wundern, aber ausgerechnet Papier kann hier einen Beitrag leisten. Es ist eines der wenigen wirklich nachhaltigen Produkte. Papier basiert auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Wenn Bäume für die Papierproduktion wachsen, absorbieren sie CO2 aus der Atmosphäre. Mehr als die Hälfte der weltweiten Wälder verfügen über einen dezidierten Bewirtschaftungsplan, die Zertifizierungsprogramme Forst Stewardship Council (FSC) und das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) stellen eine nachhaltige Bewirtschaftung sicher. So verwenden die beiden Werke von International Paper in Europa – eines im polnischen Kwydzin sowie eines im französischen Sallait – ausschließlich Fasern aus nachhaltig wachsenden Wäldern.

Insgesamt sind das sehr ermutigende Signale für eine grünere Zukunft und eine Welt, die wir unseren Kindern übergeben können, ohne uns dafür schämen zu müssen.



Veröffentlicht am 08.Oktober 2020 um 12:00 Uhr

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