Überflieger aus Papier - mehr als nur eine Fingerübung

„Ein Papierflieger ist ein aus Papier hergestelltes Flugobjekt“, weiß Wikipedia. Womit schon fast alles gesagt wäre – gäbe es da nicht zahllose Details, Aspekte und Anekdoten, die den beliebten Zeitvertreib zu einem durchaus interessanten Thema machen können. Wer hätte zum Beispiel gewusst, dass es auch motorisierte Varianten gibt? Tatsächlich: Mithilfe eines so genannten „smarten Moduls“, das auf die Faltarbeit gesteckt wird, lernt der Flieger das Brummen, für den Vortrieb sorgt ein Doppelpropeller.

Steht ein solches Modul nicht im Bauplan, muss sich der Hersteller auf seine aerodynamischen Kenntnisse und seine eigenen motorischen Fähigkeiten verlassen – was erfahrungsgemäß oft in einem Desaster, also einem Absturz bei etwa Flugmeter nullkommadrei, endet.

Obwohl es eher anmutet wie ein Glücksspiel: Das Verhalten von Papierfliegern lässt sich präzise vorhersagen – wofür im Prinzip bereits Schulmathematik ausreicht. Je nach Bauart bewegen sich die schnittigen Kreationen entweder ballistisch oder aerodynamisch durch den Äther und werden dementsprechend „Werfer“ oder „Gleiter“ genannt. Beim Werfer beschreibt der Flieger eine ballistische Kurve nach dem Muster einer Wurfparabel, beeinflusst jedoch durch den Luftwiderstand, sodass er letztendlich seine eigene Flugbahn findet. Das kann auch bei einem Gleiter der Fall sein, jedoch verändert dieser seinen Weg beim Erreichen des Scheitelpunkts zu einem aerodynamisch determinierten Flug. Hier ähnelt er seinen realen Vorbildern, also den Vögeln oder Segelflugzeugen.
Erfunden haben’s die Chinesen vor einigen tausend Jahren. In Europa hat sich unter anderem Leonardo da Vinci um den Fortschritt des flugfähigen Papiergleiters verdient gemacht. Seit Ende der 1960er Jahre gibt es sogar regelmäßige Wettbewerbe mit internationaler Beteiligung. Übrigens: Der Rekord bei der Flugdauer liegt bei knapp 30 Sekunden, erzielt 2010 durch einen Japaner. Die bisher maximale Flugweite beträgt über 69 Meter (USA, 2012).
Eines jedoch spielt in jedem Fall eine zentrale Rolle: die Wahl des richtigen Papiers. Stimmt dessen Qualität, steigen die Chancen des Fliegers auf einen verlängerten Luftverbleib. Wohl auch ein Grund, warum Papierkreationen mit IP Rey Papier zu den erfolgreichsten Modellen gehören. Wer einen Bogen davon in die Hand nimmt, dem gelingt die Formung von Flügeln, Flügelfläche, Rumpf und Stabilisatoren nochmal so gut. Fasten Seat Belts…

 

Bildquelle: marc wolf / pixelio.de

Veröffentlicht am 18. Junii 2018 um 12:00 Uhr

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