Jenseits von To-Go: neues Leben fürPappbecher

In Großbritannien setzt eine Initiative auf Recycling von Einmal-Behältern für Heißgetränke

Dank einer gemeinsamen Initiative können sich die Bürger des Vereinigten Königreichs erstmals auf eine Umwelt freuen, in der benutzte Pappbecher keine sichtbare Rolle mehr spielen. Ab sofort werden solche Becher zu abertausenden systematisch recycelt. Maßgebliche Treiber sind sechs führende Mitglieder von Pack2Go Europe: International Paper Foodservice Europe, Stora Enso, Huhtamaki, Benders, Dart und Seda.

Die Aktion ist ein weiteres Element der “Reaching 4 recycling, calling 4 collection”-Initiative von Pack2Go Europe, in deren Rahmen bereits andere Verpackungen rückgeführt und ihre Rohstoffe verwertet werden.
Auch die hierfür notwendigen Sammelanlagen sind neu. Insgesamt 382 Stück in 97 Gemeinden des Königreichs stehen schon bereit, weitere 33 sollen folgen. Aufbauen kann die Initiative dabei auf ein bereits existierendes Sammelstellensystem für gebrauchte Getränkekartons. Räumlicher Schwerpunkt der neuen Sammelpunkte ist der Nahbereich rund um Cafés und Einkaufsstraßen.

Das Dach bildet die Alliance for Beverage Cartons and the Environment (ACE UK), mit der die Pack2Go Europe-Mitglieder – darunter Betreiber von Kaffeebar-Ketten – einen Vertrag abgeschlossen haben. ACE, das gesetzlich zum Recycling verpflichtet ist, übernimmt auch das Einsammeln und Recyceln der Pappbecher aus den zur Verfügung gestellten Bring Banks-Containern. Das Unternehmen arbeitet eng mit Entsorgern und Gemeinden zusammen.
Die Hersteller der Becher unterstützen das Projekt gemeinsam mit den Lieferanten BUNZL Catering Supplies und Fastfood- und Getränkeketten wie Caffe Nero, Costa Coffee, Greggs, McDonald’s, Nestlé, Pret à Manger und Starbucks. Die Behälter werden von ACE UK im Werk Halifax, West Yorkshire, recycelt.
Damit ein Recycling-System funktionieren kann, braucht es ein bestimmtes Volumen. Pack2Go Europe hat sich zur Aufgabe gemacht, eine tragfähige Basis für eine Kreislaufwirtschaft von Lebensmittel- bzw. Getränke-Verpackungen zu schaffen. Deshalb kommt es auch darauf an, möglichst viele Gastronomieunternehmen, Recyclingunternehmen, Städte und Gemeinden sowie alle anderen, die an diesem Projekt interessiert sind, einzubinden und mit vereinten Kräften in die notwendige Infrastruktur zu investieren.


 

Veröffentlicht am 23. Januar 2018 um 13:00 Uhr

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